2026 ist ein turbulentes Jahr für Valves Hardware: Eine globale Speicherkrise hat die Preise des Steam Decks deutlich steigen lassen, während gleichzeitig die neue Steam Machine als Wohnzimmer-Konsole gestartet ist. Dieser Ratgeber ordnet die aktuelle Lage ein und zeigt, welcher Kaufweg sich wirklich lohnt.
Wer 2026 ein Steam Deck kaufen möchte, trifft auf eine deutlich andere Marktlage als noch vor einem Jahr. Eine weltweite Krise bei Speicherkomponenten — ausgelöst durch die stark gestiegene Nachfrage nach KI-Hardware — hat die Preise für RAM und Flash-Speicher branchenweit explodieren lassen. Valve blieb davon nicht verschont und musste im Mai 2026 die Preise des Steam Deck OLED spürbar anheben.
Als Begründung nennt Valve offiziell die anhaltende globale Speicherkrise bei DRAM und NAND-Flash, die 2026 die gesamte Gaming-Hardware-Branche betrifft — von Grafikkarten über Arbeitsspeicher bis zu Konsolen wie der kommenden Xbox. Auch andere Hersteller wie Sony und Nintendo haben ihre Preise im selben Zeitraum angehoben.
Während Neugeräte deutlich teurer geworden sind, bietet Valve weiterhin zertifiziert generalüberholte Modelle mit identischer Garantie an — zu spürbar niedrigeren Preisen.
| Modell | Zustand | Preis | Garantie |
|---|---|---|---|
| Steam Deck LCD 64 GB | Generalüberholt | ab 299 € | 1 Jahr (wie neu) |
| Steam Deck LCD 256 GB | Generalüberholt | ab 339 € | 1 Jahr (wie neu) |
| Steam Deck LCD 512 GB | Generalüberholt | ab 379 € | 1 Jahr (wie neu) |
| Steam Deck OLED | Generalüberholt (sporadisch verfügbar) | 619 € – 739 € | 1 Jahr (wie neu) |
| Steam Deck OLED 512 GB | Neu | 779 € | 1 Jahr |
| Steam Deck OLED 1 TB | Neu | 919 € | 1 Jahr |
Generalüberholte OLED-Modelle sind aufgrund hoher Nachfrage oft schnell vergriffen. Der Lieferumfang entspricht dem eines Neugeräts, lediglich leichte Gebrauchsspuren sind möglich.
Am 29. Juni 2026 hat Valve mit der Steam Machine erstmals seit dem gescheiterten Versuch von 2015 wieder eine Wohnzimmer-Konsole vorgestellt. Beide Geräte richten sich jedoch an unterschiedliche Zielgruppen.
Tragbares Handheld-Format, ideal für Spielen auf dem Sofa, unterwegs oder im Bett. Bietet Zugriff auf die komplette Steam-Bibliothek über SteamOS und Proton-Kompatibilitätsschicht. Bleibt trotz Preiserhöhung die zugänglichere Option, insbesondere als generalüberholtes Modell.
Stationäre Konsole für den Anschluss am Fernseher, laut Valve etwa sechsmal leistungsfähiger als das Steam Deck. Startpreis 1.049 US-Dollar (512 GB) bis 1.349 US-Dollar (2 TB), aktuell nur über ein Reservierungssystem mit spürbaren Lieferengpässen erhältlich. Keine eigenen Exklusivtitel — die komplette bestehende Steam-Bibliothek läuft nativ.
Valve positioniert die Steam Machine ausdrücklich nicht als Nachfolger des Steam Decks, sondern als zusätzliches Gerät für stationäres Spielen. Wer bereits ein Steam Deck besitzt, muss also nicht umsteigen — beide Geräte laufen mit demselben SteamOS und derselben Spielebibliothek parallel.
Die ursprünglich für "früh 2026" angekündigte Steam Machine verschob sich mehrfach, unter anderem wegen derselben Speicherkomponenten-Knappheit, die auch das Steam Deck betrifft. Wer sich für eine Reservierung interessiert, sollte mit weiterhin eingeschränkter Verfügbarkeit rechnen.
Egal ob Steam Deck oder Steam Machine — Ihre Spielebibliothek bleibt dieselbe. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Steam Guthaben sicher aufladen und Codes vor dem Einlösen prüfen lassen.