Sicherheit — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Steam Guard einrichten —
Zwei-Faktor-Authentifizierung in 5 Minuten

Ein gestohlenes Passwort allein reicht nicht mehr aus, um Ihr Steam-Konto zu übernehmen — vorausgesetzt, Steam Guard ist aktiviert. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten und worauf Sie dabei unbedingt achten sollten.

Lesezeit: 7 Minuten Für PC, Mac und Smartphone

Wie unser Ratgeber zu aktuellen Steam-Betrugsmaschen zeigt, zielen die meisten Angriffe letztlich auf ein einziges Ziel: das Passwort. Ist Steam Guard aktiviert, nützt ein gestohlenes Passwort einem Angreifer jedoch wenig — ohne den zusätzlichen Code kommt er nicht ins Konto. Genau das macht die Zwei-Faktor-Authentifizierung zur wirksamsten Einzelmaßnahme zum Schutz von Guthaben, Spielebibliothek und persönlichen Daten.

Ohne Steam Guard
Nur Passwort-Schutz
  • Ein gestohlenes Passwort reicht für vollen Zugriff
  • Phishing-Seiten sind sofort erfolgreich
  • Handel mit sofortiger Marktplatz-Bestätigung eingeschränkt
Mit Steam Guard aktiv
Zwei-Faktor-Schutz
  • Gestohlenes Passwort allein reicht nicht mehr aus
  • Login-Versuche werden aktiv gemeldet
  • Sofortiger Marktplatz-Handel ohne Wartezeit möglich
Zwei verfügbare Methoden

E-Mail-Steam-Guard oder
Mobile Authenticator?

Steam bietet zwei Wege der Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Beide sind besser als gar kein Schutz — der Mobile Authenticator bietet jedoch deutlich mehr Sicherheit und zusätzliche Funktionen.

E-Mail-Steam-Guard

Bei jedem Login von einem neuen Gerät sendet Steam einen Code an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Einfach einzurichten, aber nur so sicher wie das E-Mail-Konto selbst — wird dieses kompromittiert, ist auch der Steam-Schutz wirkungslos.

Einrichtung

Mobile Authenticator einrichten —
Schritt für Schritt

1

Steam Mobile App herunterladen

Laden Sie die offizielle Steam App aus dem Google Play Store oder Apple App Store herunter und melden Sie sich mit Ihrem bestehenden Steam-Konto an. Verwenden Sie ausschließlich die offizielle App von Valve — sie ist eindeutig mit dem Steam-Logo gekennzeichnet.

2

Steam Guard in der App öffnen

Tippen Sie in der App auf das Menü-Symbol unten und wählen Sie "Steam Guard" in der oberen linken Ecke. Wählen Sie anschließend "Authentifikator hinzufügen" und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

3

Telefonnummer bestätigen

Steam fordert Sie auf, eine Telefonnummer zu hinterlegen, sofern noch keine gespeichert ist. Diese wird für die Kontowiederherstellung benötigt, falls Sie später den Zugriff auf die App verlieren sollten.

4

Wiederherstellungscode notieren und sicher aufbewahren

Nach der Aktivierung zeigt Steam einen einmaligen Wiederherstellungscode an. Schreiben Sie diesen Code auf Papier oder speichern Sie ihn an einem sicheren Ort, der unabhängig vom Smartphone ist. Dieser Code ist Ihre einzige Möglichkeit zum Kontozugriff, falls Sie Ihr Gerät verlieren.

5

Einrichtung mit erstem Code bestätigen

Geben Sie den aktuell in der App angezeigten Code ein, um die Einrichtung abzuschließen. Ab sofort wird bei jedem Login von einem neuen Gerät zusätzlich zum Passwort dieser Code abgefragt.

Häufige Fehler vermeiden

Worauf Sie nach der Einrichtung
unbedingt achten sollten

Wiederherstellungscode niemals nur digital speichern

Speichern Sie den Wiederherstellungscode nicht ausschließlich als Screenshot auf demselben Smartphone, auf dem der Authenticator läuft. Geht das Gerät verloren oder wird es beschädigt, ist der Code sonst ebenfalls unzugänglich. Ein physischer Ausdruck oder eine separate, sichere digitale Kopie ist die bessere Lösung.

Authenticator vor einem Gerätewechsel korrekt übertragen

Wenn Sie ein neues Smartphone erhalten, übertragen Sie den Mobile Authenticator über die entsprechende Funktion in der Steam App, bevor Sie das alte Gerät zurücksetzen oder verkaufen. Ein versehentlich gelöschter Authenticator ohne vorherige Übertragung erschwert den späteren Kontozugriff erheblich.

Steam Guard Codes niemals an Dritte weitergeben

Weder der Steam-Support noch echte Mitarbeiter fragen jemals aktiv nach Ihrem aktuellen Steam Guard Code. Wird ein Code von einer angeblichen Support-Person, einem Freund oder in einem Chat angefordert, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Betrugsversuch.

Konto abgesichert — Guthaben trotzdem prüfen?

Auch mit aktiviertem Steam Guard lohnt sich eine Prüfung neu erworbener Codes vor dem Einlösen, insbesondere aus weniger vertrauten Quellen.

FAQ

Häufige Fragen zu
Steam Guard einrichten

Steam Guard ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Valve. Neben dem Passwort ist ein zweiter, zeitlich begrenzter Code erforderlich, um sich einzuloggen. Dieser Code wird per E-Mail zugestellt oder von der Steam Mobile App generiert. Selbst wenn Angreifer das Passwort erbeuten, können sie sich ohne diesen zweiten Code nicht anmelden.
Bei der E-Mail-Methode sendet Steam bei jedem Login einen Code an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Beim Mobile Authenticator generiert die Steam Mobile App alle 30 Sekunden einen neuen Code direkt auf dem Smartphone. Der Mobile Authenticator gilt als deutlich sicherer und bietet zusätzliche Funktionen wie sofortige Marktplatz-Bestätigungen.
Ohne den bei der Einrichtung gespeicherten Wiederherstellungscode kann der Zugang erheblich erschwert werden. Steam empfiehlt, den Code sicher und getrennt vom Smartphone zu notieren. Ohne diesen Code muss über den Steam-Support ein Ticket mit Besitznachweis eingereicht werden, was mehrere Tage dauern kann.
Nein. Die Eingabe des Codes dauert nur wenige Sekunden. Für vertrauenswürdige, häufig genutzte Geräte kann zudem die Option aktiviert werden, den Computer als vertraut zu markieren, wodurch der Code nicht bei jedem Login erneut abgefragt wird.
Für viele Handelsfunktionen, insbesondere sofortige Marktplatz-Transaktionen ohne Wartezeit, ist der Mobile Authenticator zwingend erforderlich. Ohne aktivierten Mobile Authenticator gilt bei Handelsangeboten eine Sicherheitswartezeit von mehreren Tagen.
Ja, der Mobile Authenticator kann über die Steam Mobile App entfernt werden. Aus Sicherheitsgründen ist dabei häufig eine Wartezeit vorgesehen, bevor die Deaktivierung wirksam wird. Aus Sicherheitssicht wird eine Deaktivierung grundsätzlich nicht empfohlen.
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